Herzlich willkommen in Sieversdorf!

Lernen Sie ein wunderschönes Fleckchen Erde kennen, gar nicht weit entfernt von der großen Stadt Berlin und dennoch so anders.
Erleben Sie unverfälschtes Landleben und Kultur im Haus und auf dem Hof.

Hier haben Sie Zeit für sich und Ihre Lieben: hier können Sie das tun, wozu sonst die Zeit fehlt.

Wir sind sehr entspannt: seien Sie es auch!

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre
Familie v. Stünzner

Haus & Hof

Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, ließ die seit Jahrhunderten ansässige Familie v. Strantz um 1690 in Sieversdorf ein Herrenhaus im preußischen Stil erbauen. Ein Jahrhundert später wurde, dem Gilly-Stil folgend, ein großes Halbmondfenster angebracht, das bis heute unser Haus unverwechselbar macht. 1789 kam das Haus in den Besitz der Familie Karbe, später dann v. Stünzner-Karbe. Die Herren auf Sieversdorf wirkten nicht nur als Landwirte, sondern auch als Landräte und bekleideten in der Politik sowie im Militär wichtige Ämter.

Das Gutshaus diente anfangs v.a. als Sommersitz der Familie. Es wurde häufig baulich verändert, allerdings blieb der barocke Charakter weiterhin prägend.

Nach der Ausweisung der Familie am Ende des 2. Weltkrieges, wurde das unbeschädigt gebliebene Haus 1947/48 aus ideologischen Gründen abgerissen - allerdings nur zur Hälfte. Dreißig Jahre lang stand es offen und war dem Wetter preisgegeben. In den 70er Jahren wurde die Seite mit einem Betongiebel verschlossen; das Haus diente nunmehr als Konsum, Wohnung, Sitz des Rates der Gemeinde, Arztpraxis und zeitweise auch als Kita. Im Saal fanden Parteiveranstaltungen statt; Ende der 80er Jahre wurde dort Fußball trainiert.

Der Gutshof, der seit dem ausgehenden 19. Jh. vor dem Haus entstanden war, wurde aufgesiedelt. Die imposanten Stallgebäude wurden „passend gemacht“ und mittig geteilt. Nach einer Weile stellte man jedoch fest, dass offenen Ställe nicht sehr günstig waren und mauerte sie irgendwie wieder zu. Einige Wohnräume wurden hineingebaut. In die Sichtachse zur Dorfstraße wurde das LPG-Schlachthaus gesetzt und die Hoffläche wurde mit Schuppen und Zäunen zugebaut. Die Gutsbrennerei war schon in der Vorkriegszeit genossenschaftlich geworden.

Der über Generationen liebevoll angelegte Landschaftspark hinter dem Gutshaus wurde zum Teil gerodet; auch die alte Kastanienallee verschwand. In einem Teil entstand die LPG-Gärtnerei mit ihren Gewächshäusern. Um diese heizen zu können, lagen im Park riesige Kohlehaufen; beim Be- und Entladen wurden etliche der alten Parkbäume von den LKW so stark beschädigt, dass wir sie fällen mussten.
So weit, so -naja- gut.

Nach der Wende, genauer 1992, gelang es der Familie, das Haus und einen Teil des Parks von der Treuhand zu erwerben. Seitdem wohnen und renovieren inzwischen 3 Generationen hier und das sehr gerne.
Mit viel Liebe zu der Aufgabe, mit Geduld und der Unterstützung seitens des Denkmalschutzes wurde schon sehr viel geschafft und mit EU-Mitteln konnten schließlich die fehlenden Achsen wiedererrichtet werden. Sie dienen jetzt als Bed and Breakfast.

Momentan „packen“ wir gerade die Hofgestaltung an. In den ehemaligen Ställen haben sich unmittelbar nach der Wende zwei mittlerweile international bekannte und denkmalpflegerisch orientierte Firmen niedergelassen:
Orgelbau Christian Scheffler (spezialisiert auf romantische Orgeln wie z.B. Sauer-Orgeln)
und Formziegelei Golem mit ihren wunderschönen handgemalten Fliesen.

Sieversdorf hat sich mittlerweile zu einem Ort für Kunst- und Kulturliebhaber und Erholungssuchende in Brandenburg entwickelt. Weitab vom Massentourismus und eingebettet in die wunderschöne Naturlandschaft des Seenlandes Oder-Spree bieten wir Landleben für Individualisten, mit allen Vorteilen einer familiären und inhabergeführten Pension.